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Mai 2025
Orthodoxe Herstellung von Schwarzem Tee – Handwerkskunst für höchste Teequalität
Die Welt des schwarzen Tees ist so vielfältig wie faszinierend. Für viele Teeliebhaber ist eines klar: Nur ein orthodox verarbeiteter schwarzer Tee erfüllt höchste Ansprüche an Geschmack, Aroma und Qualität. Doch was genau bedeutet „orthodoxe Herstellung“ – und worin unterscheidet sie sich von industriellen Methoden wie CTC?

Was bedeutet „orthodoxe Herstellung“?
Die orthodoxe Herstellung ist die traditionelle und handwerkliche Methode der Teeverarbeitung. Sie folgt einem langsamen, schonenden Prozess, bei dem erfahrene Teemeister jeden Verarbeitungsschritt begleiten. Ziel ist es, die natürlichen Aromen, Blattstrukturen und Qualitäten des Tees zu bewahren. Diese aufwändige Technik ist die Grundlage für die besten Blatttees der Welt – von einem feinen Darjeeling bis zum vollmundigen Assam.
Im Gegensatz dazu steht das CTC-Verfahren (Crushing-Tearing-Curling), bei dem die Teeblätter in kürzester Zeit maschinell zerrissen und gerollt werden. Die dabei entstehenden kleinen Teepartikel werden vor allem für günstige Supermarkt-Tees verwendet und sind im Geschmack weniger komplex.
Während die orthodoxe Herstellung je nach Teeart 5 bis 12 Stunden dauern kann, ist die CTC-Methode meist in 30 bis 90 Minuten abgeschlossen. Ronnefeldt setzt konsequent auf die zeitaufwendige, orthodoxe Herstellung, um feinsten Teegenuss und höchste Qualität in jeder Tasse zu garantieren.
Die fünf Schritte der orthodoxen Herstellung
Ein orthodox verarbeiteter Schwarzer Tee durchläuft fünf präzise abgestimmte Verarbeitungsphasen:
1. Welken
Unmittelbar nach der Ernte werden die frischen Teeblätter in großen Welktrögen acht bis zwölf Stunden unter Warmluft ausgelegt. Dabei verlieren sie rund 60 % ihrer Feuchtigkeit – die Blätter werden weich und formbar.
2. Rollen
Im Anschluss werden die Blätter vorsichtig mechanisch gerollt – je nach Teesorte bis zu 30 Minuten. Dabei brechen die Zellwände auf und der Zellsaft tritt aus. Dies ist der Beginn der Fermentation, also der Oxidation mit Sauerstoff.
3. Fermentation
In diesem sensiblen Prozess ruhen die Blätter zwei bis drei Stunden. Die Oxidation lässt sie kupferrot werden und entfaltet das typische Aroma des schwarzen Tees. Kürzere Fermentationszeiten ergeben leichtere, frischere Tees, während längere zu kräftigeren Sorten führen. Die Fermentation gilt als Kunst der Teeverarbeitung.
4. Trocknen
Die fermentierten Blätter werden bei etwa 90 °C in Etagentrocknern getrocknet. In 20 Minuten reduziert sich die Restfeuchte auf etwa drei Prozent. Das Aroma wird fixiert und die Teeblätter erhalten ihre charakteristisch dunkle Farbe, da sie maßgeblich über das Aroma, die Farbe und den Charakter des Tees entscheidet. Sie erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um den idealen Zeitpunkt für den nächsten Verarbeitungsschritt zu erkennen.
5. Sortieren
Zuletzt wird der Tee auf Rüttelsieben in verschiedene Blattgrade sortiert: Blatttee, Broken, Fannings und Dust. Diese Einteilung ist entscheidend für die spätere Verwendung – vom edlen Aufguss mit großblättrigem losen Tee bis zur praktischen Teebeutelzubereitung.
Orthodoxer Schwarztee: Qualität, die man schmeckt
Nur bei der orthodoxen Herstellung lassen sich höchste Teequalitäten erzielen. Dabei gilt: Two leaves and one bud – gepflückt werden nur die zwei jüngsten Blätter und die zarte Blattknospe. Dieses feine Pflückgut bringt das Beste aus dem Teestrauch Camellia sinensis hervor.
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Wichtiges Wissen über Schwarzen Tee im Überblick
- Echter Tee stammt immer vom Teestrauch Camellia sinensis – unterschieden wird zwischen der chinesischen Varietät (sinensis) und der assamesischen (assamica).
- Die besten Tees wachsen in Höhenlagen bis 2.500 m – langsames Wachstum sorgt für feine Aromen.
- Wichtige Anbauregionen für Schwarztee: Darjeeling*, Assam, Ceylon (Sri Lanka), Yunnan (China), Uva (Sri Lanka), Kenya
- Fermentiert = Schwarzer Tee, nicht fermentiert = Grüner Tee, teilfermentiert = Oolong.
- Blattgrade (von groß nach klein): Blatt, Broken, Fannings, Dust.
- Qualitätskennzeichnung: z. B. FOP (Flowery Orange Pekoe) für junge, gerollte Teeblätter mit Blattspitzen.
- Bekannte Schwarztee-Klassiker: English Breakfast, Earl Grey, Darjeeling*, Assam, Masala Chai
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